Ausgabe 4-2021 : Oktober

Petition zum Kindesschutz

Moderne Sklaverei hat viele Gesichter. Eine der perfidesten Formen ist die sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen im Internet.

Die Kolping-Bundesvorsitzende Ursula Groden-Kranich hat die Petition bereits unterzeichnet.

Darauf macht das Katholische Hilfswerk missio aufmerksam. Vor laufender Kamera müssen Mädchen und Jungen (Kinder und Jugendliche) aus armen Familien, zum Beispiel in den Philippinen, die Wünsche der pädophilen Täter auch aus Deutschland und anderen westlichen Ländern erfüllen. Meist sind es vernachlässigte Kinder aus zerrütteten Verhältnissen. Experten schätzen, dass weltweit in jedem Moment rund 750.000 pädophile Täter aktiv im Internet unterwegs sind. Die Philippinen entwickeln sich so zum Internet-Bordell der globalisierten Welt.

Um Täter zu identifizieren und Kinder vor ihnen zu schützen, fordert missio von der Bundesregierung eine klare Priorität für den Kindesschutz im Internet. Missio will dieser Forderung mit einer Petition Nachdruck verleihen. Pädosexuelle Täter benutzen vielfach öffentlich zugängliche Plattformen wie Facebook und Skype, um Kontakte zu Minderjährigen aufzubauen und diese dann online zu missbrauchen. Das bestätigen missio-Projektpartner in den Philippinen, die Kinder in Aufklärungsseminaren warnen. Das Kolpingwerk Deutschland unterstützt als Kooperationspartner von missio diese Petition und ruft auch seine Mitglieder dazu auf, zu unterschreiben. Dazu sagt die Kolping-Bundesvorsitzende Ursula Groden-Kranich: „Der unsägliche sexuelle Missbrauch von Kindern – auch im Internet – muss beendet werden! Deshalb unterstütze ich die Petition mit ihren wichtigen Forderungen.“

Konkret fordert missio:

  • Schutzpflicht der Plattformen: Eine Verpflichtung von Facebook und anderen Plattformen, nach Online-Darstellungen von Kindesmissbrauch aktiv zu suchen, sie zu melden und regelmäßig über ihre Schutzmaßnahmen zu berichten.
  • Sinnvolle Datenspeicherung: eine gesetzlich gewährleistete dreimonatige Speicherung ermittlungsrelevanter Standortdaten, damit mehr Fälle strafrechtlich verfolgt werden können.
  • Stärkung der Strafverfolgung: Erhöhung der Anzahl der Ermittelnden beim Bundes­kriminalamt im Bereich des Online-Kindesmissbrauchs bis 2023, um mehr Fälle von Missbrauchsdarstellungen aufzudecken.

Die Stimmen aller Unterzeichnerinnen und Unterzeichner wird missio im Juni 2022 der Bundesregierung übergeben.

Die Petition kann im Internet unterzeichnet werden: www.missio-hilft.de/schutzengel-petition

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