Schnuffis Seite: Ausgabe 3-2021 – Das Leben ist draußen

Draußen-Tipps

Orientieren mit der Sonne

Wo sind nochmal genau Westen, Osten, Süden und Norden? Mit ein paar Materialien und der Sonne kannst Du das einfach herausfinden:

  1. Stecke einen kleinen Stock an einer geraden Stelle in den Boden. An die Spitze des fallenden Schattens legst Du einen Stein.
  2. Nun warte eine Weile, mindestens eine halbe Stunde. Der Schatten wandert.
  3. Lege einen zweiten Stein an die „neue“ Schattenspitze.
  4. Denke Dir eine Linie von Stein zu Stein: Sie verläuft von West (erster Stein) nach Ost (zweiter Stein). Im rechten Winkel dazu kannst Du so auch Nord und Süd herausbekommen!

Nachthimmel

Bevor das Zelt geschlossen wird, nochmal schnell einen Blick in den Nachthimmel werfen! Vielleicht entdeckst du bei klarem Himmel ja ein Sternbild.

Rätsel

Einfach so unter freiem Himmel zelten ist in Deutschland verboten. Dafür gibt es Campingplätze. Aber woran erkennt man die auf der Landkarte nochmal genau?

a) an einem Kreis
b) an einem Dreieck
c) an einem Viereck

Zur Lösung

Rezept

Lagerfeuer gehört zum Zelten dazu! Aber aufgepasst – schaut, dass die Feuerstelle sicher und die Umgebung nicht zu trocken ist. Wenn das alles passt, dann fehlen nur noch ein bisschen Musik und leckere Snacks! Wie wäre es mit Schokobananen? Schneide die Banane innenseitig mit einem scharfen Messer auf. Achtung – die Banane nicht schälen oder öffnen! In den Schlitz steckst Du dann kleine Schokostückchen. Nun kannst Du die Bananen in die Glut des Lagerfeuers legen. Wenn die Schokolade geschmolzen und die Banane weich ist, noch kurz abkühlen lassen und dann heißt es „Guten Appetit!“

Illustrationen: Franziska Reeg

Schnuffis Seite: Ausgabe 2-2021 – Woran glaubt die Welt?

Infobits: Glaubensrichtungen

Judentum

Jüdinnen und Juden glauben, dass Gott, den sie auch Jahwe nennen, eines Tages einen Erlöser auf die Erde schicken wird, um den Menschen Frieden zu bringen. Ihr heiliges Buch heißt „Thora“. Ein wichtiges Fest im Judentum dauert acht Tage und heißt Pessach-Fest. In dieser Zeit erinnern sich die Juden an die Befreiung ihres Volkes aus der Sklaverei in Ägypten.

Christentum

Wir Christen glauben an den einen Gott. Er ist der Schöpfer der Welt, der alles weiß und jeden kennt. Gott hat seinen Sohn Jesus Christus zu uns Menschen gesandt, damit er uns von unseren Sünden befreit und damit er uns lehrt, wie wichtig es ist, Gott und die Mitmenschen zu lieben. Gottes guter Geist begleitet Christen Tag für Tag. Das Christentum ist die größte Weltreligion. Auf der Welt gibt es mehr als zwei Milliarden Gläubige.

Islam

Er ist die jüngste der Weltreligionen und wurde vom Propheten Mohammed vor ca. 1.440 Jahren gegründet. Im Islam glauben die Menschen nur an einen Gott. Er heißt Allah. Die Botschaft von Allah steht im Koran. Für Muslime ist es wichtig, die religiösen Gebote zu beachten und so zu leben, wie Allah es von ihnen erwartet. Weltweit gibt es heute fast 1,6 Milliarden Muslime.

Buddhismus

Der Gründer der Religion wird Buddha genannt. Das heißt „der Erleuchtete“. Eigentlich hieß er Siddhartha Gautama und lebte im 5. Jahrhundert vor Christus in Indien. Sein Leben hat er der Frage gewidmet, wie wir dem Leid der Welt entkommen und in Frieden leben können. Buddhisten glauben daran, dass es einen ewigen Kreislauf aus Tod und Wiedergeburt gibt. Heute leben auf der Welt rund 360 Millionen Buddhisten.

Hinduismus

Die Anhänger des Hinduismus heißen Hindus. Die Hindus kennen Millionen von Göttern. Die meisten verehren aber nur einige von ihnen. Manche Hindus glauben auch, dass es nur einen Gott gibt, der sich in vielen anderen Göttern zeigt. Die Kuh ist bei den Hindus ein heiliges Tier. Heute gehören rund 800 Millionen Menschen zum Hinduismus.

Schnuffis Seite: Ausgabe 1-2021 - Ein Zuhause für Bienen und Co

Infobits: Insektenhotel

Das Haus

Aus Sperrholzplatten baut Ihr ein Grundgerüst für Euer Haus mit einer Wand und verschiedenen Abteilungen, den "Zimmern" sozusagen. Jedes Zimmer könnt Ihr dann mit unterschiedlichen Materialien füllen

Die "Zimmer"

Eine Möglichkeit, die "Zimmer" zu füllen, ist Holz, in das Ihr Löcher bohrt. Aber aufgepasst! Nicht so in die Baumscheiben bohren, dass Jahresringe zu sehen sind. Sonst können sich im Holz schnell Risse bilden, die Feuchtigkeit hinein lassen. Dabei kann die Brut der Insekten sterben. Außerdem muss man aufpassen, dass die Löcher von innen auch wirklich sauber sind. Ihr würdet ja auch nicht in einem dreckigen Haus wohnen wollen. 

Fichtenzapfen

Eine weitere Idee, über die sich vor allem Marienkäfer und Ohrwürmer freuen, sind Fichtenzapfen. Wichtig, ist, dass diese gut getrocknet sind, sodass kein Schimmel entsteht. Damit die Zapfen nicht herausfallen, könnt Ihr vorne zur Sicherheit ein Gitter aus Draht anbringen.

Bambusröhrchen

Prima eignen sich auch kleine Bambusröhrchen. Damit diese hinten an der Wand auch gut halten und an einer Seite fest verschlossen sind, kann man aus Lehm, Sand und Wasser eine klebrige Masse kneten. Wichtig ist außerdem, dass die Kanten der Bambusröhrchen gerade abgeschnitten sind und keine Fasern hervorstehen. An denen könnten sich die Insekten sonst verletzen.

Aufgepasst!

  • Das Insektenhotel sollte in der Sonne an einem wind- und regengeschützten Ort stehen und nicht frei hängen.
  • Schaut, dass Ihr in der Nähe Eures Insektenhotels Pflanzen habt, die als Nahrung für die kleinen Tierchen dienen. Passend dafür sind zum Beispiel Lavendel oder Rosmarin.

Fotos und Illustrationen: pixabay

Schnuffis Seite: Ausgabe 4-2020 - Abschied ist für jeden anders

Infobits: Gedenktage

Allerheiligen (1. November)

An Allerheiligen gedenken wir allen Heiligen. Heilige sind Leute, die schon lange tot sind. Wir denken an sie, weil sie meist mit Gottes Hilfe besonders gut waren und Schwächeren geholfen haben. Wir denken auch an besonders gläubige Menschen, von denen außer Gott niemand weiß, dass sie heilig sind. Sie bleiben unvergessen, wenn wir an sie denken.

Allerseelen (2. November)

Allerseelen ist ein eigener Tag für die Verstorbenen. Der Name kommt daher, weil wir an diese Tag "aller Seelen gedenken". Christen glauben, dass ein Mensch nicht nur einen Körper hat, sondern auch eine Seele. Die Seele ist das, was jeden besonders macht. Wenn ein Mensch stirbt, wird der tote Körper zwar begraben; die Seele des Menschen aber gelangt in den Himmel zu Gott. Die Körper der Toten kommen auf den Friedhof. Familien möchten den Toten auch nach deren Tod noch zeigen, wie lieb sie sie haben. Deshalb pflanzen sie Blumen und Büsche auf den Gräbern und stellen ein Grablicht auf. 

Totensonntag

Der Totensonntag oder Ewigkeitssonntag ist in den evangelischen Kirchen in Deutschland und der Schweiz ein Gedenktag für die Verstorbenen. Er ist der letzte Sonntag vor dem ersten Adventssonntag und damit der letzte Sonntag des Kirchenjahres.

Kolping-Gedenktag

Am 4. Dezember, dem Todestag Adolph Kolpings, denken wir an den Gesellenvater und Gründer unseres Verbandes. Die meisten Kolpingsfamilien feiern den Kolping-Gedenktag dann an einem Sonntag in diesem Zeitraum.

Schnuffis Trost-Tipps

  • Traurig zu sein, ist genauso ok, wie fröhlich zu sein.
  • Rede mit lieben Menschen über Deine Gefühle und den/die Verstorbenen.
  • Ein Ritual hilft: Haltet gemeinsam die Erinnerung wach! Du kannst Dich zum Beispiel jedes Jahr am Geburtstag oder Todestag Deines Angehörigen mit Deiner Familie treffen und das Grab besuchen oder einfach über diesen Menschen reden. 
  • Glauben hilft: Glaube zum Beispiel daran, dass die Verstorbenen beim lieben Gott im Himmel sind. Betet gemeinsam!

Fotos und Illustrationen: Pixabay, privat, Marian Hamacher

Schnuffis Seite: Ausgabe 3-2020 - Tiere im Kirchturm

Infobits: Tiere im Kirchturm

Die Dohle

In städtischen Räumen schlüpfen diese geselligen Rabenvögel gerne in hohen Gebäuden unter, wenn sie dort Ruhe und eine gemütliche Nische finden. Die Dohle erkennst Du an ihrem schwarzen, im Sonnenlicht blau-grün schimmernden Federkleid und ihrem typischen „kjakk-kjakk“-Ruf.

Die Schleiereule

Du kannst die Schleiereule aufgrund ihres herzförmigen, weißen Gesichtsschleiers von anderen Eulen unterscheiden. Ihre Augen sind schwarz und relativ klein. Die Schleiereule brütet innerhalb menschlicher Siedlungen. Dafür sucht sie sich ein Gebäude, das einzeln steht, zum Beispiel einen Kirchturm oder eine Scheune. Zur Jagd geht eine Schleiereule dann im offenen Gelände am Rand von Siedlungen oder Straßen. Leider gehen Brutplätze oft durch Sanierungen von Gebäuden verloren. Wenn Kirchtürme zum Nisten zugänglich gemacht werden, hilft man Schleiereulen.  

Die Fledermaus

Als warme Ersatzhöhlen nutzen Fledermäuse gerne ungestörte Dachböden, z. B. in Schlössern oder Kirchen. Meist halten sie sich dort aber nur für eine Saison auf, d. h. Weibchen beziehen den Platz im Sommer und bringen dort dann ihre Jungen zur Welt. In solchen Kolonien kann es dann lebhaft zugehen, denn große Räume und Wohnplätze können 2.000 und mehr Tiere umfassen. Die Tiere verbringen an Balken und Mauern kopfüber und freihängend den Tag.

Der Falke

In der Propsteikirche St. Mariae Geburt in Kempen gibt es schon eine Weile in der Kirchturmspitze eine Nisthilfe für Wanderfalken. Der örtliche Naturschutzbund (NABU) hat den Einbau dort gerfördert. Schon öfters sind dort Baby-Wanderfalken geschlüpft. Sind sie nicht putzig? Ob es wohl in jedem Jahr die gleichen Wanderfalken sind? Möglich ist es, denn die Weibchen gelten als standorttreu.

Projekt

Der Naturschutzbund (NABU) Deutschland führt schon seit einigen Jahren ein Projekt durch, das sich "Lebensraum Kirche" nennt. Kirchen, die Heimat für Tiere sind, können sich dort melden und werden ausgezeichnet.

Fotos: pixabay, Ulrike Gerhards