Warum rufen Menschen bei der „Nummer gegen Kummer“ an?
Das hat ganz unterschiedliche Gründe. Wir sind ein offenes Beratungsangebot, daher kann man sich zu jedem Thema melden. Bei Kindern und Jugendlichen sind das oft Themen wie Liebeskummer, Streit mit Freunden oder der Familie, Probleme in der Schule wie Mobbing oder Angst vor schlechten Noten. Natürlich gehören aber auch intensivere Themen wie Suizidgedanken oder Depressionen mit dazu. Die meisten melden sich bei uns, weil sie mit niemandem in ihrem Umfeld reden können oder wollen oder ihre engsten Vertrauten das Problem sind. Da hilft es oft, eine neutrale Meinung zu hören und mit anderen Menschen drüber zu reden.
Gibt es ein Thema, das zu heftig ist?
Nein, bei uns kann man über wirklich alles reden. Es kann sein, dass dem Berater das Thema zu sensibel ist, zum Beispiel ein Sterbefall, dann sagt er oder sie, ruf einfach nochmal an und dann kannst du mit einem anderen Berater darüber reden. Aber kein Thema ist zu groß oder zu klein. Wir hören oft, dass sich Kinder und Jugendliche denken, dass ihr Thema nicht schlimm genug sei, aber, und das kann ich nicht oft genug sagen, man kann wegen wirklich allem anrufen. Alle können bei uns über alles reden.
Wer ruft an?
Bei der „Nummer gegen Kummer“ gibt es das Kinder- und Jugendtelefon, die Online-Beratung und ein Beratungstelefon für Eltern. Am Kinder und Jugendtelefon sind circa 73 Prozent zwischen 12 und 17 Jahren alt, bei der Onlineberatung der „Nummer gegen Kummer“ sind 63 Prozent 15 bis 18 Jahre alt. Interessant ist auch, dass Jungen eher telefonieren, die Mädchen wenden sich lieber an die Online-Beratung.