Ausgabe 4-2021 : Oktober

Offene Türen zum Lernen

Seit diesem Wintersemester können Studierende an der ersten Hochschule in der Tradition Adolph Kolpings soziale und gesundheitsbezogene Studiengänge absolvieren. Ein Blick auf die Eröffnung.

Das Team der Kolping Hochschule heißt die „Erstis“ in den Räumen im Kölner Mediapark willkommen.

Die Kolping Hochschule für Gesundheit und Soziales ist erfolgreich in ihr erstes Semester gestartet. Anfang Oktober hat das Hochschulteam zusammen mit den ersten Studierenden die neue Hochschule auf dem Gelände des Mediaparks in Köln eröffnet. Die „Erstis“ beginnen ihr Studium in den Fächern Kindheitspädagogik, Soziale Arbeit oder Gesundheitspsychologie. Für das Fach Gerontologie, Gesundheit & Care können sich Interessierte ab dem kommenden Semester einschreiben.

Für die Studierenden war nicht nur ihr persönlicher Studienstart ein besonderer Moment, sondern auch die Eröffnung einer ganz neuen Hochschule. Sophia Derksen studiert Soziale Arbeit und arbeitet gleichzeitig in einem Kinderheim. „Es ist cool, ein Teil einer neuen Hochschule zu sein. Das hier an der Kolping Hochschule hat vorher noch keiner gemacht, und ich probiere es jetzt mit aus“, sagt sie. Kommilitonin Celina Möhring studiert ebenfalls berufsbegleitend und findet die Sache ebenfalls aufregend. Sie kann kaum glauben, dass die Hochschule jetzt endlich startet.

Tolle Erfahrungen sammeln

So geht es nicht nur den „Erstis“, sondern auch der Hochschulleitung und den Studiengangsleitungen. Nach der langen Vorbereitungszeit freuen sich die mit der Gründung beauftragte Rektorin Edith Hansmeier und Kanzlerin Judith Topp, dass die Studierenden da sind. Barbara Wolf, Leiterin des Studiengangs Kindheits­pädagogik, freut sich, jetzt persönlich mit ihren Studierenden interagieren zu können: „Wir wollen die Studierenden weiterbringen. Sie sollen tolle Erfahrungen sammeln und sich gut aufgehoben fühlen.“ Damit sich die neuen Studierenden gut zurechtfinden, starten sie nach der Begrüßung an der Hochschule direkt mit dem passenden ersten Modul: Der strategische Blick auf das Studium und auf die Lernplattformen.

Kurz vor der Eröffnung steht für die neuen Studierenden alles bereit.

Start mit unterschiedlichen Erfahrungen

Doch zuerst stellen sich alle einander vor. Dabei zeigt sich: Die Studierenden der Kolping Hochschule sind bunt gemischt. Einige bringen bereits Erfahrungen aus ihren Berufen im gesundheitlichen und sozialen Bereich mit. Andere wiederum sind Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, oder sie kommen direkt von der Schule – und haben noch keine Erfahrungen. So unterschiedlich ihre Erfahrungswerte sind, so verschieden sind ihre beruflichen Ziele und Motive, um an der Kolping Hochschule zu studieren. Alina Lofi hat sich für das Studium an der Kolping Hochschule entschieden, weil sie einen eigenen Kindergarten eröffnen möchte. Selda Kasap kommt ursprünglich aus der Wirtschaft und arbeitet jetzt mit autistischen Kindern. Sie bietet Hilfen auch in ihrer Muttersprache Türkisch an. Für ihre Arbeit fehlt ihr jedoch noch die staatliche Anerkennung, die sie durch ein abgeschlossenes Studium an der Kolping Hochschule erhält: „Mit 45 Jahren ist das mein erstes Studium und deshalb schon jetzt ein persönlicher Erfolg für mich“, sagt die Studentin.

Als erfolgsversprechenden Faktor sehen viele der Studierenden, dass sie hier ihre Ausbildung gut in ihrem Alltag integrieren und mit ihrer Familie vereinbaren können. Das ortsunabhängige Studium an der Kolping Hochschule passt zu jeder individuellen Lebenslage – gerade das schätzen die Studierenden sehr. 

Konzept der digitalen Präsenzveranstaltungen

An der Kolping Hochschule lehren die Dozierenden in digitalen Präsenzveranstaltungen. Das sind digitale Vorlesungen, die live im Internet stattfinden. So können die Studierenden von überall an den Vorlesungen teilnehmen.

Nachdem sich die Studierenden und Dozierenden am Eröffnungsabend kennengelernt haben, geht es mit der ersten Lerneinheit los. Das Wichtigste, was die Neuankömmlige zuerst lernen müssen, ist, sich dort zurechtzufinden, wo das Uni-Leben stattfindet: Auf dem Hochschul-Campus. Sie müssen den virtuellen Campus verstehen und erkunden, um den Weg in den virtuellen Hörsaal zu finden. „Der Online-Cam­pus ist eine lebendige Lernplattform,“ sagt Su­sanne Rücker, E-Learning Managerin der Kolping Hochschule. Es kämen im Laufe des Studiums Lernmaterialien hinzu, und dadurch würde die Plattform wachsen. „Vielleicht klappt es auch mal nicht“, sagt Susanne Rücker, denn ein kompletter Online-Campus könne technisch herausfordern. Die Studierenden müssen sich deshalb aber keine Sorgen machen. Denn Susanne Rücker ist immer ansprechbar und hilft bei Fragen. Den Weg in die digitale Präsenzveranstaltung fänden alle, verspricht Rücker. Schließlich sei die Plattform so aufgebaut, dass mehrere Verlinkungen in den virtuellen Hörsaal führen. 

Blick auf kommende Semester

Der Anfang ist geschafft: Die Hochschule hat ihren Betrieb mit den Studierenden, Dozierenden, Vorlesungen und Prüfungen erfolgreich aufgenommen. Doch Gründungskanzlerin Judith Topp sagt: „Nach dem Semesterstart ist vor dem Semesterstart“. Das heißt: Es gibt viel zu tun und zu planen für das nächste Semester. „Wir wollen nahtlos in das zweite Semester übergehen,“ sagt Gründungsrektorin Edith Hansmeier. Deshalb stecke sie schon tief in der Planung für Prüfungen, arbeite an Forschungsanträgen und Kooperationen mit anderen Hochschulen.

Bis Mitte November können Studieninteressierte noch ein Studium an der Kolping Hochschule aufnehmen. „Wir haben ein engagiertes Team und glauben, wenn im November jemand nachzieht, können die Lerninhalte noch nachgeholt werden“, sagt Edith Hansmeier. In diesem Wintersemester ist es also noch möglich, ein gesundheitliches oder soziales Studium zu starten.

Infos und Kontakt

Text und Fotos: Patricia Hoffhaus

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